Unser Ziel bei Wetsuit Outlet ist es, dich so lange wie möglich auf dem Wasser zu halten – auch im Winter. Der Gedanke, ins Meer zu gehen, während es draußen schneit, reizt zwar längst nicht jeden, doch das raue kalte Wetter bringt oft die besseren Wellen und stärkeren Winde mit sich, und damit mehr Spaß für Surfer, Kitesurfer und Windsurfer.
Damit du deine Zeit auf dem Wasser wirklich genießen kannst, musst du allerdings passend angezogen sein. Neoprenschuhe, Handschuhe und Kopfhauben sind nützliche Accessoires, die deine Session verlängern. Wenn der Neoprenanzug aber nicht dick genug ist oder zu schlecht verarbeitet, um das Wasser draußen zu halten, verschwendest du deine Zeit. An kalten Tagen ist nichts wichtiger, als deine Körperkerntemperatur oben zu halten.
Bei Hunderten von Neoprenanzügen zur Auswahl auf unserer Website ist es verständlicherweise gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Damit dir die Entscheidung leichter fällt, haben wir unten die wichtigsten Punkte zusammengestellt, auf die du beim Kauf eines Winter-Neoprenanzugs achten solltest, damit du den perfekten Anzug für dich findest.
Die Wintertemperaturen fallen natürlich je nach Region sehr unterschiedlich aus, wer also im Winter zum Surfen nach Bali fliegt, findet hier vielleicht nicht das Passende. Die Punkte in diesem Blog eignen sich vor allem für alle, die bei 7°C oder weniger surfen.
Wenn du dir nicht sicher bist, was du bei dir vor Ort tragen solltest, wirf einen Blick auf die Temperaturübersicht unten.
Ausführlichere Informationen dazu, was du bei welchen Temperaturen trägst, findest du in unserem kompletten Ratgeber zur Neoprenanzug-Dicke.
Das ist der einfachste Weg zur Vorauswahl, denn bei jedem Neoprenanzug steht die Dicke des Neoprens in der Produktbeschreibung. Zum Beispiel: “Rip Curl Dawn Patrol 4/3mm Chest Zip Wetsuit” bedeutet, dass der Anzug aus einer Kombination von 4mm und 3mm Neopren gefertigt ist. Die erste Zahl ist immer die größte und bezieht sich auf das Neopren am Körperkern und Rumpf, wo deine lebenswichtigen Organe sitzen und die meiste Isolation nötig ist. Die zweite Zahl (und manchmal eine dritte, z.B. 6/5/4mm) steht für die Dicke des Neoprens an Armen und Beinen, wo etwas Wärme zugunsten von mehr Bewegungsfreiheit geopfert wird.
Für kaltes Wasser brauchst du mindestens 5mm am Körperkern und 3-4mm an Armen und Beinen. Es lohnt sich aber, auf einen 6/4mm- oder 6/5mm-Anzug aufzurüsten, vor allem wenn du Surfer oder Bodyboarder bist und beim Warten auf die nächste Welle einige Zeit im Wasser abhängst und dabei buchstäblich auskühlst.
Nicht jeder Winter-Neoprenanzug hat ein Innenfutter, doch mit der Weiterentwicklung der Neoprentechnologie bieten immer mehr führende Surfmarken hochwertige Futter an. Das heißt für dich zusätzliche Wärme genau dort, wo sie gebraucht wird, ohne die geringere Bewegungsfreiheit, die dickeres Neopren sonst mit sich bringt.
Billabong – Furnace Innenfutter
Billabongs Furnace Futter wurde vor Kurzem überarbeitet und setzt jetzt auf Graphen statt Karbon: Es speichert Wärme effizienter als klassische Hohlfasern und ist dabei 50% leichter. Wir haben dazu bereits einen ganzen Blogbeitrag geschrieben, in dem du alles über die komplette Billabong Furnace Graphene Serie nachlesen kannst.
Rip Curl – Flash Lining
Das Flash Lining besteht aus Polyfleece, das hydrophob ist: Es nimmt kein Wasser auf und hält deinen Körper dadurch wärmer und trockener. Es ist zweilagig aufgebaut und leitet das Wasser schnell aus dem Anzug, sobald du ihn zum Trocknen aufhängst – falls du befürchtet hast, dass Fleecefutter automatisch klatschnasses Futter bedeutet.
O’Neill – TechnoButter Firewall
Im Vergleich zu den beiden Futtern von Billabong und Rip Curl isoliert das TB Firewall nur leicht, dafür ist es extrem hydrophob, sodass nur minimal Wasser im Anzug bleibt. In den Psycho Tech Neoprenanzügen kombiniert O’Neill sein TB Firewall Jersey mit dem Air Insulated Layered Core, der größere Luftbläschen und damit eine bessere Isolation bietet, sodass ein schweres Fleecefutter wie bei manch anderem High-Tech-Anzug gar nicht nötig ist. Eine ausführliche Erklärung zu O’Neills TechnoButter 3 Technologie findest du hier.
Wie die Neoprenpaneele miteinander verbunden sind, hat großen Einfluss auf die Wärmeleistung des Anzugs, denn genau das hält das Wasser draußen, und es ist ein wichtiger Hinweis auf die Qualität. Für den Winter solltest du keinen Anzug ohne verklebte und blindgesteppte Nähte (GBS) kaufen. GBS bedeutet, dass die Paneele zuerst Kante an Kante verklebt und anschließend vernäht werden. Die Naht geht dabei aber nur teilweise durch das Neopren, sodass keine durchgehenden Löcher entstehen, durch die Wasser eindringen kann. Das Ergebnis ist eine vollständig wasserdichte, flexible und sehr langlebige Naht.
Zur zusätzlichen Verstärkung sind bei manchen Anzügen die Nähte innen mit Tape verklebt. Auch das senkt das Risiko, dass an den Nähten Wasser eindringt. Als weitere Schutzschicht werden manche Nähte zusätzlich flüssig versiegelt (auch Fluid Seal oder verschweißt genannt): Dabei wird flüssiger Gummi über die Naht aufgetragen, um sie komplett wasserdicht zu machen.
Die Art der Vernähung und Versiegelung sorgt in Summe dafür, dass weniger Wasser in den Anzug gelangt und der Anzug länger hält. Günstig ist das allerdings nicht, für diese Ausstattung zahlst du entsprechend mehr. Wenn du regelmäßig surfst und weißt, dass dein Anzug viel im Einsatz sein wird, ist das Geld gut angelegt, denn es verlängert die Lebensdauer des Anzugs.
Weitere Informationen findest du in unserem kompletten Ratgeber zu den verschiedenen Neoprennähten.
Eiskalte Kopfschmerzen sind wirklich das Letzte und gehören wohl zum Unangenehmsten am Surfen im kalten Wasser. Zum Glück gibt es Neoprenhauben, damit du auch am Kopf von der wohligen Neoprenwärme profitierst und nicht nur am Rest des Körpers.
Dafür gibt es allerdings mehrere Möglichkeiten: Wenn du flexibel bleiben willst, schau dir unsere Surfhauben und Neoprenmützen an, beides ist eine einfache Art, einen Neoprenanzug wintertauglich zu machen. Du wirst aber auch sehen, dass wir auf unserer Website eine Auswahl an Neoprenanzügen mit Kopfhaube führen, und die sind ideal für alle, die regelmäßig im kalten Wasser surfen und die Haube fast immer tragen wollen. Die Vorteile einer integrierten Haube: Es läuft weniger Wasser in den Nacken, du musst nicht daran denken, die Haube zusätzlich zum Anzug einzupacken, und optisch passt alles zusammen (ob dir das wichtig ist, musst du selbst wissen). Der Nachteil eines Anzugs mit Haube ist natürlich, dass du sie nicht abnehmen kannst. Wenn dich die dauerhaft am Rücken hängende Haube also stören würde, nimm lieber eine separate Surfhaube.
Geschrieben von Eliza Tilbury