Gastbeitrag von Sammy, der reisenden Surferin und Bloggerin.
Die Entscheidung für deinen ersten Neoprenanzug kann bei all den verschiedenen Marken und Preisen erst einmal ganz schön einschüchternd wirken. Der richtige Neoprenanzug schützt dich vor Wetter und Wasserbedingungen, hält dich warm und sorgt dafür, dass du dich im Wasser wohler und sicherer fühlst. Wenn du weißt, worauf es bei einem Neoprenanzug ankommt, macht der Kauf gleich viel mehr Spaß.
Neoprenanzüge werden für ganz unterschiedliche Wassersportarten entwickelt, und welchen du kaufst, hängt vor allem davon ab, für welchen Sport du ihn nutzen möchtest und wie oft du ihn tragen wirst. Wenn du nur einen zum Schnorcheln im Urlaub suchst, unterscheidet er sich in Preis, Design und Dicke deutlich von einem Anzug, den du kaufen würdest, wenn du den ganzen Winter über surfen willst.
Bevor du dich für eine Größe entscheidest, solltest du dir erst über Dicke und Material deines Anzugs im Klaren sein. Die meisten Neoprenanzüge bestehen aus einer Variante von Neopren; die einzelnen Marken geben dem Material allerdings gerne eigene Namen, obwohl sich alle recht ähnlich sind. Das in Neoprenanzügen verwendete Material hat sich über die Jahre stark verändert und entwickelt sich ständig weiter, um langlebiger, wärmer und schneller trocknend zu werden.
Bei den neuesten Technologien den Überblick zu behalten, ist gar nicht so leicht; das Wichtigste beim Material ist aber die Dicke. Sie wird als zwei durch einen Schrägstrich getrennte Zahlen angegeben, zum Beispiel 3/2 mm oder 5/4 mm. Die Zahlen stehen für Millimeter: Die erste gibt die Dicke des Anzugs am Rumpf an, die zweite die Dicke an Armen, Schultern und Beinen. Je kälter das Wasser, desto dicker sollte dein Neoprenanzug sein.
So verlockend es auch ist, einfach den Anzug mit dem Design oder den Farben zu nehmen, die dir am besten gefallen: Es gibt noch andere Punkte, die du beachten solltest. Dazu gehören die Nähte und die Position des Reißverschlusses. Das sind die verschiedenen Arten der Nahtverarbeitung:
1. Overlock-Naht
2. Flatstitch/Flatlock
3. Blindstich
4. Nahtband
Overlock- und Flatstitch-Nähte würde ich dir nur empfehlen, wenn du den Anzug in warmem Wasser tragen willst, denn sie lassen an den Nähten eher Wasser durch. Blindstich ist ideal für kaltes Wasser, denn durch die verklebten und obenauf vernähten Nähte dringt kaum Wasser ein und du bleibst schön warm. Nur für richtig kaltes Wasser unter 50 Grad Fahrenheit solltest du zu einem Anzug mit Nahtband greifen.
Ein weiterer Punkt beim Aufbau ist der Einstieg: Sitzt der Reißverschluss hinten am Rücken oder vorn auf der Brust? Wenn du deinen Neoprenanzug zum Surfen oder Wakeboarden nutzt und viel Bewegungsfreiheit brauchst, würde ich dir einen Front-Zip empfehlen, denn ein Reißverschluss am Rücken erzeugt eine große Fläche ohne Dehnung, die deine Beweglichkeit einschränkt. Außerdem verlässt du dich dort nur auf einen Klettverschluss, damit dir kein Wasser in den Nacken läuft, während ein Frontreißverschluss auf der Brust deutlich enger abschließt.
Preislich bewegen sich Neoprenanzüge grob zwischen £50 und £500. Man kann durchaus sagen, dass man bei Qualität und Haltbarkeit genau das bekommt, wofür man bezahlt, und es lohnt sich, etwas mehr auszugeben. Für deinen ersten Neoprenanzug würde ich zwischen £100 und £200 einplanen, damit er lange hält, dich warm hält und du deinen Sport in vollen Zügen genießen kannst.
Die Größen fallen von Marke zu Marke unterschiedlich aus. Normalerweise findest du genaue Maßtabellen, mit denen du deine eigenen Maße per Maßband abgleichen kannst. Ich empfehle dir aber, in einen Surfshop in deiner Nähe zu gehen und verschiedene Anzüge anzuprobieren, um die perfekte Passform zu finden. Wenn du dir immer noch unsicher bist, frag das Personal um Rat, dort hilft man dir gerne weiter. Im Laden fühlen sich Neoprenanzüge oft sehr eng an, aber denk daran: Neopren wird weicher, sobald es nass ist, und der Anzug fühlt sich dann weniger einengend an.
Es gibt keine Marke, von der ich sagen würde, dass sie besser ist als alle anderen, denn alle großen Hersteller entwickeln ihre Technologien ständig weiter, um vorn zu bleiben – deshalb sind sie eigentlich alle richtig gut. Ich persönlich mag die Rip Curl Flashbomb-Serie sehr, denn sie hat ein flauschiges Fleece-Futter, das dich schön warm hält und sehr schnell trocknet – und tolle Farben gibt es obendrein!
Jetzt solltest du dich beim Kauf deines ersten Neoprenanzugs schon etwas sicherer und wohler fühlen. Wenn du die neuesten Styles für 2016 durchstöbern möchtest, schau am besten hier vorbei!
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